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Anleitungen

Praktische Anleitungen

Die meisten Schreiben, auf die nur ein Formschreiben zurückkommt, haben dasselbe Problem: Aus dem Text geht nicht hervor, was der Verfasser will. Die folgenden Anleitungen helfen Ihnen, eine Eingabe so aufzubauen, dass sie in der Sache geprüft werden kann, sie mit Nachweis zu versenden und gelassen weiterzumachen, wenn die Antwort nicht weiterhilft.

Schreiben Sie so, als läse Ihr Schreiben jemand, der nichts über Ihre Geschichte weiß. Meistens ist es genau so.

— Aus der Redaktion

Die Anleitungen beschreiben das allgemeine Vorgehen und berücksichtigen keine Besonderheiten des Einzelfalls. Geht es um wichtige Rechte oder einen Streit mit ernsten Folgen, lohnt es sich, das Schreiben vor dem Versand einer Anwältin oder einem Anwalt zu zeigen.

Anleitungen

Vier Aufgaben, die in fast jedem Schriftverkehr mit Behörden und Organisationen vorkommen.

Eine Eingabe schreiben

Beginnen Sie mit dem Empfänger und Ihren Angaben, schildern Sie dann die Fakten der Reihe nach und schließen Sie mit einem konkreten Anliegen. Prüfen Sie, ob Antwortadresse, Unterschrift und Datum vorhanden sind.

Grundlagen

Versenden und belegen

Versenden Sie so, dass ein Nachweis bleibt: ein Eingangsvermerk auf dem Zweitexemplar, ein Rückschein oder die Bestätigung eines Onlineformulars auf der offiziellen Website.

Unterlagen

Wenn die Antwort nicht passt

Lesen Sie die Antwort erneut und notieren Sie, welche Fragen offen bleiben. Entscheiden Sie dann, wo Sie anfechten: bei der übergeordneten Behörde, der Staatsanwaltschaft oder vor Gericht. Eine Beschwerde geht nie an den, dessen Entscheidung Sie anfechten.

Beispiele

Reklamation an ein Unternehmen

Stellen Sie Ihre Forderung schriftlich, verweisen Sie auf Vertrag, Kassenbon oder Abnahmeprotokoll, legen Sie Kopien bei und behalten Sie ein Exemplar. Die Antwortfrist hängt vom Gesetz oder vom Vertrag ab.

Fragen

Wie Sie eine verständliche Eingabe schreiben

  1. Beginnen Sie mit dem Briefkopf

    Geben Sie oben rechts an, an wen das Schreiben gerichtet ist: Bezeichnung der Behörde oder Funktion und Nachname des Empfängers. Darunter folgen Ihr Nachname, Vorname, Vatersname und Ihre Postanschrift für die Antwort, bei einem elektronischen Schreiben Ihre E-Mail-Adresse.

  2. Benennen Sie die Art der Eingabe

    Ein Wort wie „Antrag“, „Beschwerde“ oder „Vorschlag“ in der Überschrift zeigt sofort, wie mit dem Schreiben umzugehen ist. Wenn Sie unsicher sind, schreiben Sie einfach „Eingabe“: Der Inhalt zählt mehr als die Bezeichnung.

  3. Schildern Sie die Fakten der Reihe nach

    Was ist passiert, wann und wer war beteiligt? Schreiben Sie in kurzen Absätzen, ohne Urteile über Personen und ohne lange zurückliegende Ereignisse, die mit der Frage nichts zu tun haben.

  4. Formulieren Sie Ihr Anliegen

    Schreiben Sie in einem eigenen Absatz, worum Sie bitten: eine Prüfung, die Beseitigung eines Verstoßes, eine Erläuterung, die Überprüfung einer Entscheidung. Das Anliegen sollte erfüllbar und verständlich sein, ohne dass man das ganze Schreiben noch einmal lesen muss.

  5. Listen Sie die Anlagen auf

    Wenn Sie Kopien von Dokumenten, Fotos oder früheren Schriftverkehr beifügen, führen Sie diese am Ende als Liste auf. So sieht der Empfänger, dass alles angekommen ist, und Sie prüfen die Vollständigkeit vor dem Versand.

  6. Unterschreiben und datieren Sie

    Persönliche Unterschrift und Datum sind bei einer schriftlichen Eingabe Pflicht. Lesen Sie den Text vor dem Absenden laut vor: So fallen mehrdeutige Formulierungen und fehlende Wörter leichter auf.

Was Sie im Text vermeiden sollten

  • Emotionen statt Fakten. Ärger ist verständlich, geprüft werden kann aber nur, was konkret beschrieben ist: Daten, Ereignisse, Dokumente.
  • Mehrere Themen in einem Schreiben. Hängen die Fragen nicht zusammen, schicken Sie besser getrennte Eingaben, damit jede bei den Zuständigen landet.
  • Originaldokumente als Anlage. Schicken Sie Kopien und bewahren Sie die Originale selbst auf: Bei Weiterleitung und Prüfung gehen sie leicht verloren.
  • Drohungen und Beleidigungen. Sie beschleunigen nichts, lenken vom Kern ab und verderben den Ton des gesamten weiteren Schriftverkehrs.
  • Keine Antwortadresse. Fehlen im Schreiben der Nachname des Verfassers und eine Post- oder E-Mail-Adresse, wird es nicht beantwortet – und die ganze Arbeit am Text war umsonst.
  • Grundlagen

    Arten von Eingaben – Vorschlag, Antrag, Beschwerde, Anfrage und Reklamation an ein Unternehmen – und die Angaben, die das Gesetz in einem Schreiben verlangt.

  • Unterlagen

    Welche Unterlagen Sie nach dem Versand aufbewahren, wie Sie Eingangsvermerk und Registriernummer prüfen und welche Fristen das Gesetz vorsieht.

  • Beispiele

    Fiktive Fälle: seit über einem Monat keine Antwort, ein Formschreiben statt einer Antwort, Weiterleitung an eine andere Stelle, ein schweigender Händler, ein Nachtrag zum Schreiben.

Quellen

  • Föderales Gesetz Nr. 59-FZ vom 2. Mai 2006 „Über das Verfahren zur Prüfung von Eingaben von Bürgern der Russischen Föderation“ – Art. 7, 8, 11, 12
  • Offizielles Internetportal für Rechtsinformationen der Russischen Föderation – Gesetzestexte

Dieser Ratgeber gibt die allgemeinen Regeln des russischen Föderalen Gesetzes Nr. 59-FZ „Über das Verfahren zur Prüfung von Eingaben von Bürgern der Russischen Föderation“ nach dem Stand zum Zeitpunkt der Erstellung wieder. Gesetze ändern sich – gleichen Sie den Wortlaut vor einem wichtigen Schritt deshalb mit der geltenden Fassung auf dem offiziellen Portal für Rechtsinformationen ab.